Die Deutsche Bildungsmessen in Ulaanbaatar findet schon seit mehreren Jahren erfolgreich statt. Die Mongolisch-Deutsche Brücke organisiert seit 2009 im Auftrag der Deutschen Akademischen Austausch-Dienst (DAAD), der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), der Deutschen Botschaft mit der Akademischen Prüfstelle (APS) die Deutsche Bildungsmesse in Ulaanbaatar.

         Deutsche und mongolische Institutionen, die mit Bildungsarbeit und deutscher Sprache befasst sind, stellen ihre besonderen Fähigkeiten und Tätigkeiten dar. Im Mittelpunkt der Messe stehen Deutschunterricht, Studium, Stipendien und Forschung in Deutschland sowie die Deutschausbildung an mongolischen Schulen und Hochschulen. Darüber hinaus präsentieren sich deutsche und mongolische Institutionen, die mit Bildungsarbeit sowie deutscher Sprache und Kultur befasst sind: Stiftungen, Mittlerorganisationen, Alumni-Vereine usw. Die Messe informiert auch über Praxisbezüge von DaF und soll vor allem jungen Mongolinnen und Mongolen aufzeigen, welche Arbeits- und Karrieremöglichkeiten sich einem Deutschsprecher eröffnen.

 

Deutsche Bildungsmesse-2011

Unter dem Motto “Deutsch - Sprache der Ideen” fand am 19. März 2011 im Kinderbuchpalast in Ulan Bator das vierte Mal in Folge die Deutsche Bildungsmesse statt.

 

 

Ungefähr 1000 Interessenten besuchten den Kinderbuchpalast und konnten Antworten auf ihre Fragen erhalten, welche Stipendien- und Studienmöglichkeiten es an welchen deutschen und österreichischen Universitäten gibt sowie welche Arbeits- und Karrieremöglichkeiten sich einem Deutschsprecher in der Mongolei eröffnen.

 

 

Der Deutsche Akademische Austausch-Dienst (DAAD), die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), die Deutsche Botschaft mit der Akademischen Prüfstelle (APS), der Regierungsrat für Kooperation mit den im Ausland lebenden mongolischen Staatsbürgern (COC) und die Mongolisch-Deutsche Brücke (MDB) sowie das Goethe-Institut, die Schulen und die Deutschabteilungen der Universitäten, aber auch andere Organisationen, die im bilateralen Bildungssektor tätig sind, luden mit Unterstützung des Kinderbuchpalastes die interessierte Öffentlichkeit der Hauptstadt ein. 

             Im Mittelpunkt der Messe standen Deutschunterricht, Studium, Stipendien und Forschung in Deutschland sowie die Deutschausbildung an mongolischen Schulen und Hochschulen.

 

Insgesamt nahmen 25 Organisationen an der diesjährigen Bildungsmesse teil. Neben den bereits oben genannten waren das die Freiwilligenorganisation „kulturweit“, das Umweltprojekt Projekts "Integriertes Wasserressourcen-Management in Zentralasien: Modellregion Mongolei (MoMo)", das Carl-Duisberg-Center, das Mongolei-Deutschlernzentrum „Naturschutz“ sowie das Team des Deutschen Radios Ulan Bator (DRUB). Sie alle stellten sich mit ihrem Angebot der Öffentlichkeit vor. Die steigende Bedeutung der Deutschen Bildungsmesse zeigte auch die erstmalige Teilnahme des „Regierungsrats für Kooperation mit im Ausland lebenden mongolischen Staatsbürgern“, welcher das Regierungsprogramm „Bienenstock“ vorstellte.

 

 

Die Messe wurde vom Botschafter der BRD Herrn Pius Fischer eröffnet, der anschließend Stipendienzusagen des DAAD an zukünftige Master- und PH.D-Studenten überreichte. Weitere Grußworte richteten der Leiter der Abteilung „Internationale Beziehungen“ am Ministerium für Erziehung, Kultur und Wissenschaft (MECS), Herr Ch.Narantsogt, sowie als Vertreterin des Regierungsrats, Frau Ch.Enkh-Erdene, an das Publikum.

Bei den Vortragsreihen im Plenum stellten sich die Vertreter der obigen Organisationen mit ihrer Tätigkeit und ihren Programmen und Prüfungsangeboten einer interessierten Zuhörerschaft vor. Besonders Interesse erregte natürlich der Vortrag von Frau Ch. Shinebayar (MECS) über die Regierungsstipendien (Master und Bachelor) für Bergbau und Naturwissenschaftler. Es gab Berichte über Projekte, Weiterbildungsaufenthalte und Preisträgerreisen.

            Eltern mit schulpflichtigen Kindern und Studenten bildeten einen Großteil der Besucher, die mit den nützlichen Informationen zur Mongolisch-Deutschen Bildungszusammenarbeit und mit den ausführlichen Berichten über Studienmöglichkeit in Deutschland sichtlich zufrieden waren. Des Weiteren konnten Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen die günstige Gelegenheit nutzen, um ihre Meinungen über die künftige Zusammenarbeit im Bildungssektor auszutauschen. Zwischen den Plenarvorträgen sorgten Kulturbeiträge von Schülern und Studenten für eine aufgelockerte Atmosphäre.

 

 

Deutsche Bildungsmesse-2010

Großes Gedränge herrschte zwischen den Ständen der dritten deutschen Bildungsmesse am 20.März 2010 in den Räumen des Kinderbuchpalasts und der Deutschen Informationsbibliothek (DIB). Und dieses Gedränge hielt bis zum Ende der Veranstaltung an!

Nach Einschätzung der Veranstalter war die Bildungsmesse ein großer Erfolg, da weit über 800 Menschen (Zählung durch Studenten der Nationaluniversität) die Messe besucht haben. Studenten, Eltern mit schulpflichtigen Kindern, Lehrer und Rückkehrer und andere Interessierte wandten sich mit einer Flut von Fragen an die Stände, wo Repräsentanten der Organisationen und Institutionen Rede und Antwort standen.

 

 

„Ich möchte in Deutschland studieren“, wurden die Vertreter des Deutschen Akademischen Auslandsdienstes (DAAD) angesprochen, und zwar nicht selten in hervorragendem Deutsch. Eltern wandten sich an die Vertreter der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA): „Mein Kind kommt jetzt in die Schule. Wir möchten, dass es Deutsch lernt“. Mancher Großvater oder manche Großmutter erschien und verwies auf die alte Familientradition eines Studiums in Deutschland. „Alle meine Söhne und Töchter sprechen Deutsch, haben in Deutschland studiert.“ Manche kamen, um mal wieder Deutsch zu sprechen.

 

 

Auch Rückkehrer aus Deutschland erschienen, z.B. Schüler der 10. und 11. Klasse: „Wie kann ich meine Sprachkenntnisse nachweisen? Ich habe fast mein ganzes Leben in Deutschland verbracht und möchte dort gerne studieren. “ Andere Rückkehrer interessierten sich mehr für die Aktivitäten der Mongolisch-Deutschen Brücke (MDB) oder für das Alumni-Portal Deutschland (APD), eine Internet-Kommunikationsplattform für alle, die in Erinnerungen schwelgen oder einander sich etwas Neues mitteilen wollen. Andere Besucher interessierten sich für die Schulen und deutschen Abteilungen der Universitäten. Manche waren erstaunt: „In Darchan kann man Deutsch lernen?“

              Veranstalter der Messe waren der DAAD, die ZfA und die Deutsche Botschaft, Hauptorganisator die „Brücke“. Insgesamt gab es 24 Stände, und zwar die deutschen Abteilungen mongolischer Universitäten aus Ulaanbaatar und Hovd, staatliche und private Deutsch unterrichtende Schulen aus Ulaanbaatar und Darchan, Stiftungen wie die Hanns-Seidel-Stiftung, der Deutsche Entwicklungsdienst (DED) sowie das Goethe-Institut. Auch das Team des Deutschen Radios Ulaanbaatar (DRU) sowie die deutschsprachige Abteilung des Monsudar Verlages stellten sich mit ihrem Angebot der Öffentlichkeit vor.

 

 

Zum dritten Mal fand diese eigenständige, deutsche Bildungsmesse statt. In einer kleinen Eröffnungsfeier fasste der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland, Herr  Pius Fischer, die Bemühungen Deutschlands auf dem Bildungssektor der Mongolei zusammen.

In einer ganztägigen Vortragsreihe konnten interessierte Zuhörer sich zusätzlich über deutsche Stipendien informieren, über Sprachprüfungen an Universitäten (Test-DAF sowie DSH) und Schulen (Deutsches Sprachdiplom, DSD) sowie das Lehrerentsendeprogramm der Schweizerin Anita Farni. Über ihre Erfahrungen mit Preisträgerreisen, über Hospitationen an deutschen Schulen und Weiterbildungsstipendien in Deutschland berichteten Schüler und Lehrer. Ein junger Freiwilliger von „kulturweit“ berichtete von seinen Schulversuchen zur Physik und Astronomie. Schüler der Goetheschule berichteten über ihre Erfahrungen mit dem Schüleraustausch ihrer Schule und einer deutschen Schule.

        Die Vortragsreihe wurde immer wieder aufgelockert durch Kulturprogramme von Schulen und Hochschulen. Schüler aller Jahrgangsstufen und Studienanfänger gaben einen amüsanten Eindruck vom Erlernen der deutschen Sprache, Fortgeschrittene spielten Theater und trugen deutsche Musikstücke vor. Die Deutschlerner brachten dem Publikum gegenüber aber auch ihre Verbundenheit mit mongolischen Traditionen zum Ausdruck und zeigten ihr musikalisches Können. Nach der Bildungsmesse ist vor der Bildungsmesse. Nach Auswertung von Besucherfragebögen und Evaluationsgesprächen der Veranstalter begeben sich letztere schon jetzt an Vorplanungen für 2011.